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Informationen zum Instrument

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Delitzsch | St. Marien

23 Register, II Manuale, Neubau 2013

Standort: Lindenstraße 4 | DE-04509 Delitzsch

Johannes Reuter entwarf die katholische Pfarrkirche St. Marien, die 1936 in nur wenigen Monaten nach seinen Plänen entstand. Ein aus dem 19. Jahrhundert stammender Vorgängerbau, war zu klein geworden.
Beim Betreten des Gewölberaums lässt sich ein weiterer „Turm“ erahnen, der den Chorraum bildet. Eine Orgel für diesen Raum zu entwerfen, setzt voraus, daß diese Gewölbeformen in die Architektur des Orgelgehäuse wieder aufgenommen wird. Die Orgel teilt sich in ein großes Pfeifenfeld, auf dem von der Mitte aus nach oben ein kleineres Feld schwebt. Die Bögen sind spielerisch in Bewegung und Gegenbewegung gesetzt und überkreuzen die Bögen des Raumes. Der leichte Bogen unter den Pfeifenfeldern verstärkt die Mitte der Orgel.
Neben dem Holz und den Prospektpfeifen sind auch Flächen mit Farben Bestandteil der Gestaltung einer Orgel. Die Farbflächen bilden eine Bewegung von außen, zulaufend zur Mitte. Die Farben wurden ausgesucht an Hand einer Farbpalette, die dem Zeitgeist der Erbauung der Kirche entstammt, verbunden mit der Symbolik. Der Raum besitzt zwar Skulpturen aus der alten Kirche, die aber hier aus Gestaltungsprinzipien nicht in die Farbpalette übernommen wurden.

Die farbliche Fassung der Orgel übernimmt einige dieser Symbole. Das Violett für das Leiden (Bußzeit) und die Erwartung (Advent). Das Türkisblau für die Muttergottes und Patronin der Kirche in Delitzsch. Das Rot für das Pfingstfest (Symbolik des Feuers) und den Karfreitag (vergossenes Blut). Das Grünblau für die Hoffnung und das Leben.
Für das Tiefblau der oberen Felder kann kein besseres Zitat genommen werden als das von Wassily Kandinsky, Mitbegründer der Künstlerbewegung “Die Blauen Reiter“: „Je tiefer das Blau wird, desto tiefer ruft es den Menschen in das Unendliche, weckt in ihm die Sehnsucht nach Reinem und schließlich Übersinnlichem. Es ist die Farbe des Himmels.“

Drei Streifen in Gelb heben sich ab und lassen den Betrachter das wichtigste Symbol unserer Kirche erkennen: den dreieinigen Gott in Vater, Sohn und heiligem Geist.

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