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Kulturerbe im AufWind – Orgel und Öffentlichkeit

Fachtagung von BDO und VOD vom 22. bis 25. Mai in Hamburg

Der Zuspruch übertraf den mancher GdO-Jahrestagung: Rund 170 Orgelbauer und Sachverständige hatten sich zur gemeinsamen Fachtagung des Bundes Deutscher Orgelbaumeister e. V. (BDO) und der Vereinigung der Orgelsachverständigen Deutschlands (VOD) angemeldet. Nachdem Orgelbau und Orgelmusik Ende 2017 von der UNESCO in die Liste des immateriellen Kulturerbes aufgenommen wurden, brennt es allen auf den Nägeln, diese Chance zu nutzen und die Orgelkultur wieder mehr ins öffentliche Bewusstsein zu rücken. Die Verblödungsindustrie mit ihren oft dubiosen Umfragen, Beratern, übertriebener Digitalisierung und selbst ernannten Leitmedien hat bereits ganze Arbeit geleistet, so dass in weiten Kreisen die Vorstellung vom Phänomen Orgel schwindet. Erschreckend ist, wie willig viele Kirchenvertreter an ihrer Selbst-Demontage mitwirken, was erhebliche Kollateralschäden etwa für authentische Gottesdienstgestaltung und damit für die Kirchenmusik nach sich zieht. Dieser düsteren Prognose steht das ungebrochene Interesse an Orgeln gegenüber, das immer wieder ermutigt, wenn Menschen Gelegenheit haben, Orgeln und ihre Musik unvoreingenommen und aktiv zu erleben. Deshalb lockte das Thema Orgel und Öffentlichkeit ebenso wie die attraktiven Programmpunkte in der Orgelstadt Hamburg, die einen Vorgeschmack auf das Jahr 2019 boten. Zum 300. Todestag von Arp Schnitger will die Hansestadt ihre über 330 Instrumente dann umfassend präsentieren. „Hamburg zieht alle Register“, heißt das Sonderprogramm, das der Trägerverein „Orgelstadt Hamburg e. V.“ koordiniert.

BDO Tagung in Hamburg
Bund Deutscher Orgelbaumeister e.V.
Allkofen 208
84082 Laberweinting
Tel.: 09454/215
Fax: 09454/1255